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Katholische Pfarrgemeinde St. Arnold Janssen

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St. Maria Magdalena

Das Jahr 1323 ist das älteste Datum einer schriftlichen Überlieferung zu dieser Kirche. Eine christliche Gemeinde gab es jedoch schon etwa 300 Jahre vorher in Goch und Grabungen von 1950 und 1953 wiesen auch schon mindestens 2 Vorgänger der heutigen Kirche nach. Ursprünglich war die Kirche dem Stadtpatron St. Georg geweiht, 1324 erfolgte eine Umwidmung in St. Maria Magdalena und die Gemeinde verfügte über längere Zeit über 2 Patrone. Aus dem Jahr 1325 besitzt die Gemeinde ihre älteste Urkunde, einen Ablassbrief aus Avignon, der heute im städtischen Museum zu sehen ist. Wachstum, Wohlstand und auch Schicksalsschläge der Stadt spiegelten sich über die Jahrhunderte auch an diesem Gotteshaus wider.
Im Jahre 1625 zerstörten holländische Soldaten beim so genannten „Bildersturm“ die gesamte Inneneinrichtung und das Archiv der Kirche. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden durch Blitzeinschläge und Brände große Schäden verursacht

und 1915 wurden Fenster und Fußboden durch eine Gasexplosion stark beschädigt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch Bombardierung und Sprengungen teilweise zerstört. Großes Aufsehen, auch über die Grenzen Gochs hinaus, erregte der Einsturz des Kirchturms am 24. Mai 1993 und die damit verbundenen Zerstörungen.
Trotz all dieser Schicksalsschläge ließ sich die Gemeinde jedoch nie entmutigen, baute ihre Kirche immer wieder auf und schmückt sie bis heute mit alten und neuen Kunstwerken weiter aus. Im Jahre 2003 wurde der neue moderne Turm fertig gestellt und bietet nun wieder wie seit vielen Jahrhunderten aus allen Richtungen von weitem Orientierungshilfe.
Seit der Fusion im Mai 2005 ist die Kirche Pfarrkirche für die Stadtgemeinde St. Arnold Janssen mit ihren etwa 12.000 Gemeindemitgliedern. In ihrem Schatten befinden sich das Pfarrbüro und ein Pfarrheim der Gemeinde, zudem ist hier der Wohnsitz des Pfarrers.

Beim Einsturz des Kirchturms im Jahr 1993 blieben von dem ursprünglich Geläute nur zwei Glocken erhalten.

Im November 2003 wurden für St. Maria Magdalena vier neue Glocken mit den Tönen h°, d’, e’ und h’ und einem Gesamtgewicht von mehr als sechs Tonnen gegossen.
In den darauffolgenden Monaten wurde ein Glockenstuhl in Gescher gefertigt und zusammen mit neuen Armaturen und elektrischen Läutemaschinen durch die Mitarbeiter der Glockengießerei komplett montiert. Gleichzeitig wurde über die gesamte Höhe eine neue Treppenanlage installiert.
Die Kirche St. Maria Magdalena verfügt nunmehr über eine Musteranlage, die alle Vorschriften berücksichtigt und als beispielhaft bezeichnet werden kann. Der zuständige Sachverständige Gerding aus Münster bestätigte die mängelfreie Abnahme und bezeichnete die von Petit & Gebr. Edelbrock ausgeführten Arbeiten als vorbildlich.

  Name Ton ca. Gewicht Gussjahr  
Glocke 1 Maria Magdalena b 3.100 kg 2003  
Glocke 2 Christus d' 1.600 kg 2003 Angelusschlag
Glocke 3 Catharina de Siena e' 1.100 kg 2003 Vollschläge
Glocke 4 Sancta Anna fis' 880 kg 1961 Viertelstundenschläge
Glocke 5 Maria a' 480 kg 1961  
Glocke 6 Alfons Maria de Ligouri h' 380 kg 2003  

Derzeitsind wir mit den Planungen zur Anschaffung einer neuen Pfeifenorgel für die St. Maria Magdalena Kirche beschäftigt. Ziel ist es, zum 25. Jahrestag des Einsturzes des Kirchturmes am 24. Mai 2018 wieder über ein neues Instrument zu verfügen.

Wenn Sie uns bei unserem ehrgeizigen Ziel unterstützen wollen: unser Spendenkonto 82350 bei der Steyler Bank, BLZ 38621500, freut sich über jede noch so kleine (und große!) Unterstützung!

Weitere Informationen zu diesem großen Projekt finden Sie auf der Internet-Seite des Orgelbauvereins St. Maria Magdalana Goch e.V.